Sicherheit im Ablauf der Kata
Übungs-Beschreibung
Um Sicherheit im Ablauf einer Kata zu erzielen ist die mentale Auseinandersetzung mit Derselben nicht zu unterschaätzen.
Bewährt, und besonders für Kid´s mit einigermaßen Spaß verbunden haben sich folgende Übungen:
1.) Kata als Schnelligkeitswettbewerb durchführen lassen.
Das heisst: Wer beherrscht den Ablauf der Kata schon so sicher, dass
er/sie ,bei maximalem Tempo der Ausführungen, weder falsch wendet,
noch Techniken vergisst oder hinzufügt.
(Die Exaktheit der Ausführungen treten hier mal in den Hintergrund!)
2. Kata "im Geiste" kämpfen.
Der Trainer/Übungsleiter zählt jede Technik der Kata laut vor ( Ichi - ni -
san usw.), während der Übende mit geschlossenen Augen in der
Ausgangsstellung verharrt und die Kata "im Geiste" mitgeht.
An beliebiger Stelle Zählung unterbrechen und auf Kommando stellt sich
dann der Übende stark und mit KIAI in die jeweilige Stellung und Technik
der Kata ( Steigerung der Schwierigkeit durch Ausführen lassen der
Nächsten / Übernächsten / Vorhergegangenen Technik)
3. Kata ohne Bewegung
Alle Techniken der Kata im Stand (Heiko-Dachi), nur durch Armbeweg-
ungen bzw. entsprechende Hüftbewegungen ausführen lassen.
4. Zeitlupen-Kata
Wer kämpft die "langsamste" Kata, ohne dabei jedoch seinen Bewegungs-
fluss zu unterbrechen und trotzdem alle Techniken sauber und exakt
auszuführen. (Es sollte hier absolut kein Break in den Bewegungen geben)
5. Kata aus immer neuer "Startposition"
Am Anfang ist eine Raumorientierung (Ausgangsseite, Fensterseite, Eltern
o.ä.) der Schüler beim kämpfen der Kata durchaus noch notwendig und
sinnvoll, sollte aber möglichst bald "gebrochen werden, weil eine solche
Orientierung in anderen Dojo´s oder bei Wettkämpfen dann so nocht mehr
gegeben ist. Deshalb:
Die gewohnte Ausgangsstellung verändern, indem die Startposition um
verschiedene Gradzahlen (45°, 90° oder 180° ) nach jeweils rechts oder
links versetzt werden. So wird verhindert, dass sich die Schüler an
Punkte im eigenen Dojo orientieren, sondern "in der Kata" sind.
6. Last, but not least
Auch das reine "mentale" kämpfen einer Kata ( z.Bsp. zum Abschluß einer
Kata-Einheit im Zeza-Mukso) ist nicht zu unterschätzen und verfestigt
ungemein den Ablauf und das Verstandnis der Kata
(nach meiner Erfahrung auch schon bei Jüngeren!)
